Am Königsweg/Endsieg
Regie Alina Fluck Bühne und Kostüme Marleen Johow Musik und Video Oskar Smollny Dramaturgie Katharina Rösch Es spielen Mansur Ajang, Christopher Heisler, Silvia Weiskopf Fotos Fatih Kurçeren
„Haben Sie schon gewählt? Wir haben schon, vielen Dank. Morgen kommt ein andrer dran, es wird allerdings eine Weile dauern, bis morgen ist." Als Donald Trump 2016 zum 45. Präsidenten der USA gewählt wurde, begann Elfriede Jelinek den Theatertext „Am Königsweg" zu schreiben. Darin treten eine Reihe tragikomischer Figuren auf: ein korrupter König, der mit Immobilien, Golfplätzen und Casinos ein Vermögen erzielt hat. Eine blinde Seherin, der angesichts dessen Aufstiegs die Augen bluten. Und viele weitere Blinde, die sich ungläubig empören, während der König neue Verhältnisse schafft. Seit der Veröffentlichung dieses Textes hat sich einiges in der Welt verändert. Rechtes Gedankengut ist, auch in Deutschland, in der Mitte der Gesellschaft angekommen.
Von Wolken und Menschen
Februar, 2024
Video Katharina Schnekenbühl Fotos Paula Tschira
Ein Ort zwischen verschiedenen Sphären. Ein Punkt, der Fernsicht, Übersicht und Leichtigkeit ermöglicht. Vorbeiziehende Wolken, ein nicht ganz greifbares, sich stets wandelndes Faszinosum Ein Platz, an dem einem der Wind durch sein Rauschen Veränderungen und Transformationsprozesse ankündigt. Ein Raum in den Wolken als Zwischenreich.
Wunder
Premiere 01. Februar 2025 Für ihre Ausstattung der Produktion „Wunder“ am Theater Osnabrück wurde Marleen Johow von „Theater heute“ in der Kategorie „Bester Nachwuchs in Bühne & Kostüme“ des Jahres 24/25“ nominiert.
Regie Alina Fluck Bühne und Kostüm Marleen Johow Musik Alexander Zwick Dramaturgie Kundry Reif Es spielen Lua Mariell Barros Heckmanns, Rebekka Biener, Sascha Maria Icks, Oliver Meskendahl Fotos Jane Jachens, Marleen Johow
Der Körper ist ein Wunder. Der Körper ist eine Wunde. Enis Maci nimmt die Stimmen der Derwischin Hatixhe, der Heiligen Elisabeth von Thüringen, Beauty-Influencerinnen und dem Porno-Star Cora Wosnitza, sowie vielen anderen Frauen und wandert mit Ihnen von Ritualen zu Routinen, vom Fasten zur Kontrolle, vom Staunen zur Scheinheiligkeit, von Ermächtigung und Instrumentalisierung. Liebevoll, eindringlich und immer changierend zwischen unzulänglich und ganz nah, wird WUNDER zu einer Erzählung vom Körper, vom Geben und Nehmen, vom Zweifeln und Glauben, von Bedeutung und von dem, was vielleicht gar keine Bedeutung haben muss. Oder: „weil WIR nur wunderbar sein kann, wenn es prinzipiell verwundbar ist und trotzdem darf es sich nicht verwunden lassen, wenn es wirken will.“
Heartland
Calle Fuhr // CORRECTIV Eine Studioproduktion in Kooperation mit CORRECTIV Premiere: 21.11.2024
Regie und Text Calle Fuhr Bühne und Kostüm Marleen Johow Es spielen Pia Dembinski, Juliane Ebner, Carl Geißler, Richard Globert, Alexandra Juschkewitsch, Emil Lug, Jonathan Walz Fotos Merle Trautwein
Wir sind im Jahr 2019. Fridays for Future füllt die Straßen, „das Klima“ füllt die Tagesschau. Die junge Journalistin Theresa ist gerade auf einem Familienfest im Westen unserer Republik. Dort wird sie nicht nur mit dem Alkoholismus ihrer Mutter konfrontiert, sondern auch mit den teilweise hanebüchenen Verschwörungen ihrer Großfamilie. Zurück in ihrer Redaktion in Berlin machen sich Theresa und ihre Kolleg*innen auf die Suche nach den Quellen der Klima-Verschwörer in Deutschland. Schnell stoßen Sie dabei auf organisierte Klimaleugner-Institute – mitten im Herzen Deutschlands. Um besser verstehen zu können, wie sich Klimaleugner vernetzen, was sie antreibt und was sie noch vorhaben, schleust sich die Redaktion undercover auf eine Konferenz ein. Und was sie dort herausfinden, wird erst der Anfang sein von einer großen Recherchereise. Basierend auf einer Recherche von CORRECTIV taucht das Publikum in HEARTLAND in die Herzkammer der organisierten Klimaleugnung ein. Sieben Studierende des 3. Studienjahrs Schauspiel schlüpfen dabei in verschiedenste Rollen – von der Investigativjournalistin über die verschwörerische Tante bis hin zum mächtigen Chef des amerikanischen Fossil-Lobbyisten.
Helena oder Stay safe and sorry
Selma Kay Matter PREMIERE 31. Oktober 2024
Regie Alina Fluck Bühne und Kostüm Klara Schur, Marleen Johow Dramaturgie Julia Fiebag Es spielen Clara Kroneck, Artur Spannagel, Christian Bo Salle Fotos Birgit Hupfeld
Jetzt, da Helena ihre Reise mit Lover Paris abgebrochen hat, könnte alles wieder gut sein. Doch „überall steckt Schuld drin“: in der Beziehung zwischen Helena und Menelaos, im Öko- und Wirtschaftssystem, im eigenen Lebensstil. Durch die Begegnung mit einem Pottwal werden für Helena alle Grenzen zur Fiktion – auch die zwischen den Arten: Lobster schreien nach ihr, Waschbären besetzen ihren Dachboden und beklagen die Toten. Helena beschließt, eine Waschbärin zu werden, sich vom Anthropozentrismus zu lösen und im Einklang mit der Natur zu sein. Während sie die Auflösung des Menschen anstrebt, sucht Menelaos einen Weg, die Natur zu bekämpfen und greift zum Gewehr. Selma Kay Matter hat ein humorvolles Stück über Klimaschuld, das Ende der Menschheit und verzweifelten Aktionismus geschrieben.
How to die in 29 minutes
Regie Julia Gudi, Rebecca Gärtner Bühne und Kostüm Marleen Johow Musik Eunhye Joo Dramaturgie Christina Schulte Es spielen Anneke Gies, Franz Kemter Es singen Violeta Samon, Songjae Choe
Premiere Juli, 2024
Hochkultur trifft Popkultur. Cola küsst Orange. Endlich gibt es das neue Dating-Format „Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen“, das auf der Opernbühne angekommen ist. Dieses Format verknüpft Partnersuche, Kochen und Operngesang miteinander, denn ausufernde Emotionen halten den Laden am Laufen. Oder doch nicht? An diesem Abend werden nicht nur Kochrezepte ausgetauscht, denn bekanntlich geht bei ersten Dates immer irgendetwas schief … In einer Auseinandersetzung mit Stücken des Opern-Repertoires stellt sich HOW TO DIE IN 29 MINUTES die Frage, was in unseren Lieblingsarien eigentlich verhandelt wird: Was passiert mit den ewig sterbenden Frauenfiguren und warum sind diese eigentlich immer auf Partnersuche? Welche der Opernkonflikte werden heute noch ausgetragen? Kann die Oper überhaupt ein Spiegel der Gesellschaft sein und wenn ja – wer schaut hinein?
Sonntag
Premiere Mai, 2024
Regie Pascal Thieret Künstlerische Leitung Marleen Johow Szenenbild Stephanie Pröm Kostüm Luise Hermann Kamera Noah Böhm Es spielen Lilli Biedermann und Rabea Egg
"Sonntag" bringt die Komplexität unserer Beziehung zu Sonntagen zum Leben und zeigt, wie jede Interaktion die Macht hat, buchstäblich alles zu verändern.
Eine Zierde für den Verein
Regie Alina Fluck Bühne und Kostüm Marleen Johow Mitarbeit Bühne und Video Nils-Thore Grundke Musik Alexander Zwick Dramaturgie Kundry Reif Es spielen Laura Talenti, Julius Gruner, Joshua Kliefert, Maurice Läbe, Philipp Lehfeldt, Dennis Svensson Fotos Anna Permesang
Premiere April, 2023
Gustl, bester Schwimmer im Ort, Frauenschwarm, Kleinstadtheld, verliebt sich in Frieda, eine unabhängige und melancholische Einzelgängerin. Als Gustl Anspruch auf Friedas Arbeitskraft und Erbe erhebt, zerbricht ihre Liebe an den aufgedeckten unterschiedlichen Vorstellungen von Beziehung. Gekränkt in seiner Männlichkeit und mit zerbrochenem Herzen, verschwört Gustl seine Schwimmmannschaft zu einem misogynen Haufen, Hauptziel ihres Hasses ist Frieda. In ihrem Schwimm- und Körperkult schwappen bald die ersten nationalsozialistischen Gedanken auf, sie verwüsten den jüdischen Friedhof und spielen sich als Sitten- und Moralpolizei im Ort auf. Frieda bleibt nichts anderes übrig, als der Enge ihrer Herkunft zu entfliehen. Marieluise Fleißers Roman, obwohl 100 Jahre alt, besticht durch aktuelle Themen und Fragen: Wie wichtig ist (ökonomische) Unabhängigkeit in einer Beziehung? Wie wird Liebe durch Arbeit, Abhängigkeitsverhältnisse und das Verständnis vom eigenen Selbst beeinflusst? Weiterhin untersucht die Inszenierung „Männlichkeit” als soziales Konstrukt und zeigt erschreckende Parallelen zu heutigen Tendenzen auf. In der Figur des Gustl wird deutlich, wie sich unterdrückte Trauer und Verletzung in Wut und Hass sublimieren.
Guten Tag
Premiere Januar, 2023
Regie Emil Klattenhoff Szenenbild und Kostüm Marleen Johow Mitarbeit Szenenbild Sophia Hubel Kamera Jonas Kleinalstede, Paula Tschira Es spielen Severin Heine, Thomas Hauser
Toni will zu seinem Vater ziehen. Linne, seit kurzem getrennt, genießt seine neu gewonnene Freiheit als Teilzeitvater. Am Münchner Bahnhof verhandeln die beiden ihre Liebe zueinander, zwischen Fürsorge und Eigensinn, auf der Suche nach einer Form ihrer Beziehung.
Früchte des Zorns
Premiere Mai, 2022
Regie Elias Emmert Bühne und Kostüm Marleen Johow Musik Alexander Zwick Dramaturgie Carlotta Huys Es spielen Nora Buzalka, Nellie Fischer-Benson, Luise Hart, Walter Hess, Joshua Kliefert, Sammy Scheuritzel, Carolin Wege Fotos Paula Tschira
“Jede*r kann es schaffen!”, so propagiert es der amerikanische Traum, der schon längst ein globaler ist. In seinem epochalen Roman „Früchte des Zorns“ stellt John Steinbeck jedoch die Dekonstruktion dieses Mythos ins Zentrum seiner Erzählung. Eine Farmersfamilie muss nach Jahren der Dürre und wachsendem ökonomischem Druck ihr Zuhause aufgeben. Mit dem unerschütterlichen Glauben an eine goldene Zukunft ziehen sie gen Westen, wo die Wirtschaft boomt und es angeblich gute Arbeit für jede*n gibt. Dort werden die Geflüchteten nicht nur “als Belastung, sondern als Chance” betrachtet - doch als Chance für wen? Der Hoffnung bringende amerikanische Traum entlarvt sich als geschickte Marketingstrategie, die Ausbeutung und Individualisierung befördert, während die gesichtslosen Banken und Superreichen immer mehr Besitztümer anhäufen - und Gemeinschaften zerbrechen. In dieser Inszenierung von „Früchte des Zorns“ wird am Mikrokosmos Familie erlebbar, mit welcher zerstörerischen Kraft der Kapitalismus in unsere Beziehungen hineinwirkt und was dieser Kraft vielleicht entgegenzusetzen ist.
Take Me Home - Dr.Hauschka
Premiere August, 2022
Regie Maximilian Bungarten, Felizitas Hoffmann Szenenbild Marleen Johow, Onno Gaissmaier Kostüm Marleen Johow Kamera Tom Otte Es spielen Melinda Mohajer
Elif, eine junge Wissenschaftlerin und Astronautin im Weltraum, erinnert sich an die Erde durch den Duft der Dr. Hauschka Rosen Tagescreme.
Cold Love
Regie Lennart Boyd Schürmann Bühnenbild Marleen Johow Kostüm Carla Renée Loose Musik Stanislav Iordanov Dramaturgie Moritz Nebenführ Es spielen Cornelius Kiene, Lea Reihl, Anna K. Seidel, Nils Thalmann, Niklas Wetzel, Julius Gruner, Nathalie Schörken, Katharina Stark Fotos Constanza Meléndez
Premiere Juni, 2021
Leopold von Sacher-Masochs Novellenzyklus "Das Vermächtnis Kains" war als poetisches Panorama der Kälten und Klüfte menschlicher Naturgeschichte geplant. Vollendet wurden allerdings nur zwei von sechs Teilen, die Bände zur Liebe und zum Eigentum. COLD LOVE (seelenstahlbaden) setzt das unfertige Opus magnum in einer Reihe von Stück-Miniaturen spekulativ fort. Dabei werden der Struktur eines japanischen nō-Theater Festspiels folgend je unterschiedliche performative Perspektivierungen auf die Risiken moderner Freiheitsprojekte gewählt und diese in ihren Frustrationspotentialen modellhaft erkundet – als therapeutische Seelenkur für Liebeswillige.
The Mysterious Opacity Of Other Beings
Premiere Dezember, 2020
Regie Ferdinand Feldmann Szenenbild Marleen Johow Kostüm Nelson Heinemann Kamera Tobias Blickle Es spielen Thilo Garus, Manfred Weigl, Yuuki Tang, Giulia Gallizzi, Salif Botz, Mateo Golisano, Maida Touagbere, Federico Brens
Als ein distanzierter junger Mann eine Motte um eine Lampe herumfliegen sieht, beginnt er, die menschliche Natur anhand von Tieren zu studieren. Fische werden zu Angestellten, während der Protagonist noch immer nach seinem Gegenstück sucht. Was ist es, das alle in einer so unverständlichen Welt zu verfolgen scheinen?
Car Stop - Auto Rast
Premiere Juni, 2020
Regie Berthold Wahjudi Szenenbild und Kostüm Marleen Johow Kamera Tobias Blickle Es spielen Jorid Lukaczik, Jonathan Stolze
Während einer längeren Autofahrt hält ein Paar in einem Feld um eine Pinkelpause zu machen.