bat-Studiotheater

Eine Zierde für den Verein

Bühnenbild und Kostüme von Marleen Johow

Regie Alina Fluck Bühne und Kostüm Marleen Johow Mitarbeit Bühne und Video Nils-Thore Grundke Musik Alexander Zwick Dramaturgie Kundry Reif Es spielen Laura Talenti, Julius Gruner, Joshua Kliefert, Maurice Läbe, Philipp Lehfeldt, Dennis Svensson Fotos Anna Permesang

Bühnenbild und Kostüme von Marleen Johow

Premiere April, 2023

Bühnenbild und Kostüme von Marleen Johow Bühnenbild und Kostüme von Marleen Johow Bühnenbild und Kostüme von Marleen Johow

Gustl, bester Schwimmer im Ort, Frauenschwarm, Kleinstadtheld, verliebt sich in Frieda, eine unabhängige und melancholische Einzelgängerin. Als Gustl Anspruch auf Friedas Arbeitskraft und Erbe erhebt, zerbricht ihre Liebe an den aufgedeckten unterschiedlichen Vorstellungen von Beziehung. Gekränkt in seiner Männlichkeit und mit zerbrochenem Herzen, verschwört Gustl seine Schwimmmannschaft zu einem misogynen Haufen, Hauptziel ihres Hasses ist Frieda. In ihrem Schwimm- und Körperkult schwappen bald die ersten nationalsozialistischen Gedanken auf, sie verwüsten den jüdischen Friedhof und spielen sich als Sitten- und Moralpolizei im Ort auf. Frieda bleibt nichts anderes übrig, als der Enge ihrer Herkunft zu entfliehen. Marieluise Fleißers Roman, obwohl 100 Jahre alt, besticht durch aktuelle Themen und Fragen: Wie wichtig ist (ökonomische) Unabhängigkeit in einer Beziehung? Wie wird Liebe durch Arbeit, Abhängigkeitsverhältnisse und das Verständnis vom eigenen Selbst beeinflusst? Weiterhin untersucht die Inszenierung „Männlichkeit” als soziales Konstrukt und zeigt erschreckende Parallelen zu heutigen Tendenzen auf. In der Figur des Gustl wird deutlich, wie sich unterdrückte Trauer und Verletzung in Wut und Hass sublimieren.